



Adresse
Brändligasse, 7000 Chur, Schweiz
Jahr
2021
Bauherr
Privat
Fotos
© Ralph Feiner
Die offene Bebauungsstruktur des Bondaquartiers in Chur ist überwiegend durch Einfamilienhäuser mit grosszügigem Umschwung geprägt. Im Zuge der inneren Verdichtung wird an der Brändligasse 30 der südlichste Teil des Grundstücks für ein neues Einfamilienhaus ab parzelliert.
Der Baukörper ist so gesetzt, dass er gemeinsam mit dem ehemaligen Wingerthaus und dem angrenzenden Stall ein hierarchisch gegliedertes Ensemble um einen gemeinsamen Hof bildet. Der zentrale, in Kies ausgeführte Erschliessungs- und Begegnungsraum fungiert als aussenräumliches Bindeglied und dient zugleich der Adressbildung mit den Eingängen zu Alt- und Neubau. Darüber hinaus erhält jede Familie ihren privaten Gartenbereich.
Der Baukörper ist als klarer Quader mit plastischen Auskragungen und Einschnitten konzipiert. Die allseitigen Öffnungen ermöglichen eine differenzierte Belichtung sowie vielfältige Sichtbezüge quer durch das Haus - vom nahen Garten bis in die Ferne - und korrespondieren mit der Grundrissdisposition des Gebäudes. Orthogonal angeordnete Lisenen strukturieren und akzentuieren die Fassadenflächen. Dem Wunsch der Nachbarschaft nach einer Höhenbeschränkung wird mit einem Flachdach entsprochen. Das Gebäude ist als reiner Holzbau auf einem massiven Untergeschoss in Ortbeton konzipiert. Darüber kommen in Ständerbauweise vorfabrizierte, beplankte Holzelemente (Schuler Blockholzplatten) zum Einsatz. Eine Wärmepumpe (Luft) sowie Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgen den Neubau mit Energie.